Dienstag, 6. Dezember 2016

Karnıyarık

Karnıyarık sind gefüllte Auberginen türkischer Art. Natürlich gibt es, wie bei fast jeder Speise, mehrere Zubereitungsmöglichkeiten. Eines dieser Rezepte wird nun hier vorgestellt. Benötigt werden Auberginen, Rinderhack, Tomaten, Paprika- und Chilischoten, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Tomaten- und Paprikamark, Olivenöl, Wasser, Kreuzkümmel, Salz und schwarzer Pfeffer.
Die Tomaten werden zum einen Teil gewürfelt, zum anderen in Scheiben geschnitten. Die Paprikaschoten werden in Würfel und Streifen zerteilt. Die Chilischote sollte entkernt und zerstückelt werden, die Zwiebeln abgezogen und gehackt. Die Knoblauchzehen werden mit einer Presse zerdrückt, die Petersilie abgebraust und zerkleinert, das Wasser wird bereit gestellt.
Die Auberginen werden teilweise geschält, das heißt, die Schale wird nur zum Teil entfernt, so dass ein Muster entsteht, das an ein Zebra erinnert. Die Früchte werden halbiert und in kaltes Salzwasser eingelegt. Das soll die Bitterstoffe herausziehen, die aber nur in gutem Gemüse vorhanden sind. Die billigen Auberginen aus dem Supermarkt sind hochgezüchtet und schmecken nach Nichts.
Für die Zubereitung der Füllung erhitzt man in einer Pfanne Öl, brät darin das Hackfleisch krümelig, gibt die Zwiebeln, die gewürfelte Paprika- und die zerstückelte Chilischote dazu und lässt alles anschwitzen, bevor die Hälfte des Tomaten- und Paprikamarks sowie die zerdrückten Knoblauchzehen eingerührt werden. Gewürzt wird mit einer Prise Kreuzkümmel. Dann folgen die Tomatenwürfel, Salz und Pfeffer. Sobald die Tomaten weich gekocht sind, mischt man die Petersilie unter und nimmt die Pfanne vom Herd.
Die eingelegten Auberginen werden aus dem Salzwasser genommen und trocken getupft. Oft werden die Auberginen danach frittiert und triefen dann förmlich vor Fett, was nicht jedermanns Geschmack ist. Besser ist, man legt sie in eine mit Olivenöl ausgestrichene Form und pinselt sie von allen Seiten kräftig mit Öl ein. Danach geht es ab ins Backrohr, wo sie im Laufe einer halben Stunde bei zweihundert Grad schön weich und angebräunt werden.
Mit einer Gabel drückt man Mulden in die Auberginenhälften, die dann mit der vorbereiteten Mischung aus der Pfanne befüllt werden. Als schmackhafte Dekoration dienen Tomatenscheiben und Paprikastreifen. In der leeren Pfanne wird nochmals etwas Öl erhitzt, die übrige Hälfte des Tomaten- und Paprikamarks angebraten und in kochendem Wasser verrührt. Vor dem Angießen der Soße in die Form mit den Auberginen, wird noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Je nach Größe der Auberginen dauert es mindestens eine halbe Stunde, bis das türkische Schmankerl zum Verzehr aus dem Herd genommen werden kann. Als Beilage empfiehlt sich eine der bekömmlichen türkischen Reisvarianten, grober Bulgur oder Couscous. Viele geben auch vorgekochte Kartoffeln zu den gefüllten Auberginen, wo sie dann in der Soße fertig garen. 

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Schäufele

Das, was für den Bayern ein Krustenbraten ist, ist dem Franken sein Schäufele, behauptet zumindest ein Schwabe einfach mal so. Während der Bayer für seinen Krustenbraten gerne ein Stück vom Schinken nimmt, bevorzugt der Franke pro Person lieber eine halbe Schweineschulter. Der Knochen sieht aus wie eine kleine Schaufel, weswegen womöglich und vielleicht die fränkische Spezialität Schäufele genannt wird, was aber wiederum eher schwäbisch klingt. Sei es, wie es will. Beide haben Eines gemeinsam: Eine knusprige Schwarte. 
>> Rezept

Sonntag, 27. November 2016

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten; 
sie fallen mit verneinender Gebärde. 

Und in den Nächten fällt die schwere Erde 
aus allen Sternen in die Einsamkeit. 

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. 
Und sieh dir andre an: es ist in allen. 

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen 
unendlich sanft in seinen Händen hält. 

(Rainer Maria Rilke, 1902)

Sonntag, 20. November 2016

Endlich

Die Fotogalerie mit Bildern aus Sizilien ist endlich fertig. Die Aufnahmen aus dem nordöstlichen Teil der Insel entstanden in Taormina, Castelmola, der Gole dell’Alcantara, dem Rifugio Etna-Nord, Castiglione di Sicilia, den Gegenden dazwischen und drumherum: Dreihundertneunzehn ausgewählte Ablichtungen zum Sattsehen.