Sonntag, 1. März 2015

Güveç

Als „Güveç” wird in der Türkei ein Tontopf bezeichnet, aber auch die Gerichte, die darin zubereitet werden. Es gibt verschiedene: vegetarische, mit Fleisch oder mit Fisch. Nervenruh entschied sich für „Dana Etli Güveç”, einer Variante mit Kalbfleisch. Dazu wird eine Aubergine teilweise geschält, in grobe Stücke geschnitten und in Salzwasser mit Zitronensaft für etwa zehn Minuten eingelegt. So verliert die Frucht ihre Bitterstoffe und bleibt schön weiß. In der Zwischenzeit werden Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebeln geschält. Dann wird der leicht geölte Tontopf gefüllt. Zuerst kommt das in mundgerechte Happen zerkleinerte Fleisch hinein, darüber werden Zwiebelstreifen gestreut, mit dicken Kartoffelscheiben und den Auberginen belegt, nochmals Zwiebelstreifen darauf, Paprikastücke und dünne Knoblauchscheibchen darüber geschichtet und mit Tomatenscheiben abgedeckt. Eine Mischung aus Paprika- und Tomatenmark, Salz und Pfeffer wird mit Wasser verrührt und über die Speise gegossen. Man kann alles noch nach Lust und Laune mit Petersile und Peperoniringen bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Dann kommt der Deckel drauf und der Topf wandert für mindestens eine Stunde in den auf 175°C vorgeheizten Backofen. 
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Freitag, 27. Februar 2015

Felix

Sonntag, 22. Februar 2015

Ulm

Ulm ist eine sehr schöne Stadt. Es liegt in Baden-Württemberg am linken Donauufer. Hier erstreckt sich mit fast neun Kilometern Länge die größte Festung des 19. Jahrhunderts mit seinen Mauern, Wällen, Türmen und Toren. Gegenüber befindet sich das bayerische Neu-Ulm. Die beiden Orte bilden eines der länderübergreifenden Doppelzentren Deutschlands. Das heute etwa 120.000 Einwohner zählende Ulm blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Aus dieser Zeit stammen die wunderbaren, rustikalen Fachwerkhäuser in der Altstadt, jedes ein Unikat für sich: Die alte Münz, das Schiefe Haus, das Schmale Haus, das Schöne Haus, das Schwörhaus, das Rathaus mit seiner bemalten Fassade, verschiedene Gasthäuser sowie Zunfthäuser und viele andere. Ein Spaziergang durch das vorbildlich renovierte, ehemalige Fischer- und Gerberviertel ist ein Erlebnis. Beim Bummel durch die verwinkelten Brücken und Gassen scheint die Zeit stehen zu bleiben. Das gotische Münster, dessen Bauzeit etwa fünfhundert Jahre betrug, ist das Zentrum der Stadt. Über allem ragt weithin sichtbar der mit 161,53 Metern höchste Kirchturm der Welt. 
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Freitag, 20. Februar 2015

Wildbräu Meistersud

Keine Ahnung, wie sich dieser Gerstensaft seinen Weg nach Schwaben bahnte. Er kommt aus Grafing im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Dort braut Wildbräu seit 1616. In den Flaschen steckt Bier von Braumeister Jan Opper. „Meistersud gehört zum Besten, was die Brauereizunft heute zu bieten hat”, steht vielversprechend auf dem Etikett. Und „Spezialbier”. Für ein helles Export mit 13,5% Stammwürze und 5,8% Alkohol schmeckt es erstaunlich leicht und mild. „Edle, unaufdringliche Hopfenbittere, eingebettet in ein vollmundiges, kräftiges Malzaroma vermittelt einen weichen, geschmeidigen und abgerundeten Abtrunk”, heißt es zutreffend. Das Zeug ist wirklich süffig...

Donnerstag, 12. Februar 2015

Selaginella lepidophylla

Beim Stöbern in der Bloggerwelt stieß Nervenruh wieder mal auf die „Topfgartenwelt” und einen interessanten Artikel. Darin geht es um eine Pflanze aus der Familie der Moosfarngewächse, die in den Wüstengebieten Mittelamerikas beheimatet ist. Der botanische Name des umgangssprachlich als „Unechte Rose von Jericho” bezeichneten Gewächses ist „Selaginella lepidophylla”. Das Besondere an der wechselfeuchten Pflanze ist der sogenannte „Auferstehungseffekt”. Das machte Nervenruh neugierig. Er besorgte sich ein Exemplar.
Für etwa vier Euro gab es ein fast faustgroßes, vollkommen vertrocknetes Knäuel mit sehr kurzen Wurzeln. Dass in diesem Ding noch Leben stecken soll, war kaum zu glauben. Es kam in ein Schüsselchen mit lauwarmem Wasser. Tatsächlich begann es sich zu öffnen und auszurollen. Die beiden Bilder oben zeigen den Werdegang innerhalb von knapp dreißig Minuten.
Bis zum nächsten Tag hatte die Pflanze das ganze Wasser aufgesogen. Nervenruh goss großzügig nach. Der einst leblos erscheinende Wust entwickelte sich immer weiter. Nach einer Weile zeigte sich, dass das Gewächs an den Stellen, wo es beim Gießen unabsichtlich von oben mit Wassertropfen benetzt worden war, richtig grünte. Also wurde kurz ein Platzregen simuliert. Danach - und erst dann - lebte der Moosfarn richtig auf.
Manche behaupten, nach spätestens sechs Tagen soll das Wässern eingestellt und die Trockenphase eingeleitet werden. Andere graben sie in Erde ein. Wissenschaftler sollen herausgefunden haben, dass die Pflanze nur eine einzige Wiederbelebung überlebe und alle darauffolgenden Entfaltungen lediglich rein physikalische Vorgänge seien. Bei Vielen verschimmelt sie. Einige verwechseln sie mit der Echten Rose von Jericho.